6/24/2010

Marx in Gaza

In Erwägung, daß wir hungrig bleiben
Wenn wir dulden, daß ihr uns bestehlt
Wollen wir mal feststelln, daß nur Fensterscheiben
Uns vom guten Brote trennen, das uns fehlt.

(Brecht)

Der nachfolgende Text hat zwei Anliegen: Zum einen soll er zeigen, warum die Parole ‘free gaza from hamas’ eine genuin linke Position ist bzw. sein sollte, selbst wenn man von Israel und dem Antisemitismus absieht und die antideutsche Kritik ablehnt. Zum anderen stellt er jedoch auch eine kritische Anmerkung zu einigen Beiträgen in proisraelischen Blogs (z.B. hier) dar, die mit Verweis auf volle Supermarktregale suggerieren, es gäbe kein materielles Elend in Gaza. Zwar verweisen sie zurecht auf die vollen Marktstände, doch ist dies nur die halbe Wahrheit und somit die Unwahrheit.

 

Auschwitz markiert das Ende einer jeden Geschichtsphilosophie. Bis 1933 konnte sich der orthodoxe Marxismus noch darauf berufen, die Geschichte ‚auf seiner Seite‘ zu haben und ihre ‚ehernen Gesetze‘ zu vollstrecken – die Bourgeoise, so die Annahme, produziere in Form des sich notwendig vereinigenden Proletariats unabhängig vom eigenen Willen „ihren eigenen Totengräber. Ihr Untergang und der Sieg des Proletariats sind gleich unvermeidlich.“ (Marx/Engels)

Die Frage nach dem Ausbleiben der Revolution zu einem Zeitpunkt, da sie nicht nur wie ehedem vernünftig, sondern im Angesicht des Nationalsozialismus ebenso notwendig wie geboten gewesen wäre, ist Prüfstein einer jeden kritischen Gesellschaftstheorie in praktischer Absicht. Der Kairos der Revolution wurde verpasst, „die Waffe der Kritik“ wurde nicht durch „die Kritik der Waffen“ ersetzt. Das Erstaunen, dass der Prozess der reellen Subsumtion der Individuen unter die Zwecke von Staat und Kapital weitaus tiefer greift, als es von Marx angedacht war - und zwar dergestalt, dass der kategorische Imperativ, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (1/385) gerade im Angesicht seiner größten historischen Evidenz von den Massen suspendiert wurde - bildet nicht ohne Grund das Paradigma der Kritischen Theorie nach Auschwitz: „Was wir uns vorgesetzt hatten, war tatsächlich nicht weniger als die Erkenntnis, warum die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt.“ (Adorno/Horkheimer)

 

Tod des Subjekts – Selbstmordattentat der Aufklärung

Anstatt nun den Begriff der Vernunft einer reflexiven Selbstkritik zu unterwerfen und das ‚pursuit of happiness‘ als deren conditio sine qua non zu formulieren - „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“ (Marx) - ergeht sich die postmodernisierte Linke in Aufklärungsverrat und meint mit der Zerstörung der ‚großen Erzählungen‘ auch die des Kapitalismus hinter sich zu lassen. Damit liegt sie richtig: Die abstrakte Negation aller Vermittlungsformen sowie ihrer Ideologisierungen und Rationalisierungen wirft den Einzelnen zurück in die Unmittelbarkeit nackter Gewalt; die isolierten, erkalteten Einzelnen rotten sich zusammen im Racket, in der Bande.

Auch der antibürgerliche und antiaufklärerische, landauf-landab gefeierte ‚Tod des Subjekts‘, das postmoderne Pendant des Heideggerschen ‚Sein zum Tode‘, ist nichts als die philosophische Verdopplung und Begleitmusik des suicidebombings, der Massenvernichtung auf Raten bzw. im Wartestand; Selbstauslöschung des Einzelnen sowie der glücklichen Anderen – die seit jeher mit dem Bild des Juden assoziiert werden - im Nichts der reinen Identität. Die Gesellschaft der Märtyrer, „die weder ökonomisch noch sexuell auf ihre Kosten kommt, haßt ohne Ende; sie will keine Entspannung dulden, weil sie keine Erfüllung kennt.“ (Adorno/Horkheimer)

Was Adorno über Hitler schrieb - er habe wie kein anderer Bürger das Unwahre im Liberalismus durchschaut - trifft mutatis mutandis auch auf die postmoderne Philosophie zu. Die praktische Kritik und kritische Praxis dieser Verlaufsform – eingedenk dessen, dass sie im doppelten Wortsinne kapitalentsprungen (Bruhn) ist - hieße Kommunismus unter gegenwärtigen Voraussetzungen, „Kommunismus [als] die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt.“ (Marx/Engels)

 

Fortschritt im Bewußtsein der Freiheit

Die Linke hat Marx Bonmot, das gesellschaftliche Sein bestimme das Bewusstsein, nie als das aufgefasst, was es ist: als Kritik. Somit landet sie heute folgerichtig bei Bourdieu und anderen Sozialisationstheorien und arbeiten sich daran ab, diesen Zustand zu verewigen, statt ihn zu durchbrechen. Im Widerstreit der politischen Antinomien von Freiheit und Notwendigkeit beruft sie sich wie ehedem auf letztere. Dies findet seinen Ausdruck im Gerede davon, dass ‚der Westen‘ respektive Israel den Terror selbst produziere und das Elend der Massen zwangsläufig zu ‚Verzweiflungstaten‘ führe.

Nun ist es durchaus verständlich, angesichts der Hermetik der Verhältnisse zu resignieren. Weder ist ein revolutionäres Subjekt noch eine sonst wie geartete Rettung in Sicht. Doch gerade unter diesen Umständen sollte man meinen, dass sich kommunistische Kritik auf die letzte Gewissheit zurückzöge, nämlich auf die Erkenntnis und petitio principii, dass gesellschaftliche Freiheit und Emanzipation untrennbar ist von der des Individuums; mehr noch: dass nämlich letztere sowohl index veri als auch Voraussetzung der ersteren sei. Die Marxsche Kritik basiert auf einer wesentlichen Einsicht: Die gesellschaftlichen Verhältnisse sind keine Naturverhältnisse, sie sind als gewordene und veränderbare zu dechiffrieren. Seine Polemik galt dem gesellschaftlich-Unbewussten: „Sie wissen es nicht, aber sie tun es“. Die Messlatte der Kritik war die einer vernünftigen Gesellschaft, einer sich selbst bewussten Gesellschaft, in der individuelles und allgemeines Interesse versöhnt sei; und zwar zum Zwecke des individuellen.

 

Die Linke und das Elend

Angesichts der Palästinensischen Racketökonomie von Klassen oder Produktivkräften zu sprechen ist müßig, der Widerspruch ist hier ein anderer. An die Stelle der wertvermittelten Selbsterhaltung des doppelt freien Lohnarbeiters tritt nun die unbedingte Loyalität; das Nadelöhr der kapitalproduktiven Arbeit ist dem der Selbstaufopferung fürs Kollektiv gewichen. Somit hat sich auch das Objekt emanzipatorischer Solidarität gewandelt: Es ist dasjenige, das nicht im barbarischen Racket aufgeht – der Einzelne, der nach seinem individuellen Glück strebt und deswegen „auffällt ohne Schutz“ (Adorno/Horkheimer). Nun wäre ein solcherart individualistischer Schwenk von der Linken zu viel verlangt. Für sie wäre dies alles bürgerlicher Moralismus und schlechter Idealismus. Sie mag es handfest, sucht unaufhörlich nach Interessen und hält es für gewöhnlich mit Brecht:

Ihr Herrn, die ihr uns lehrt, wie man brav leben
Und Sünd und Missetat vermeiden kann
Zuerst müßt ihr uns was zu fressen geben
Dann könnt ihr reden: damit fängt es an.

Ihr, die euren Wanst und unsre Bravheit liebt
Das eine wisset ein für allemal:
Wie ihr es immer dreht und wie ihr's immer schiebt
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.

 

Wohlan, ihnen soll geholfen werden! Das von den Free-Gaza-Aktivisten beschworene Elendsszenario offenbart sich als etwas, dass eigentlich die Herzen aller Linken höher schlagen lassen müsste, nämlich als ein gesellschaftlicher Widerspruch:

Auf den Märkten gibt es ein breites Angebot von frischem Obst und Gemüse. In den Supermärkten kann man Süßwaren kaufen, die selbst in Tel Aviv nur nach langem Suchen zu finden wären. Die Waren werden an der ägyptischen Grenze reingeschmuggelt und mit einer "Tunnel-Steuer" von 30 Prozent Aufpreis belegt. Auf Bestellung kann vom lebenden Tier über Kühlschrank bis zum Neuwagen nahezu alles geliefert werden. "Wer die Hauptstraße von Gaza entlanggeht, wird Läden mit vollen Regalen sehen", sagt UN-Sprecher Christer Nordau. "Man sieht aber auch die Ladenbesitzer vor ihrem Geschäft sitzen, denn sie haben keine Kunden." Nur die wenigsten verfügten über das Geld, um die angebotenen Waren zu kaufen. Erstaunlich waren deshalb die Zahlen, die die Weltbank vor gut einem Jahr veröffentlichte. Damals blieb die Grenze zu Ägypten elf Tage offen, was den Leuten aus Gaza reichte, um insgesamt nicht weniger als 250 Millionen Dollar umzusetzen. Offenbar scheint grundsätzlich Geld da zu sein, es ist aber ungerecht verteilt. (TAZ)

Das Geld ist da, aber ungerecht verteilt? Ist dies nicht das Mantra der Globalisierungsgegner und Sozialstaatsfetischisten aller Couleur? Schreit dies nicht nach Klasse-gegen-Klasse? Dazu müsste man sich jedoch die entscheidende Frage stellen: Wer wen? Und vor allem wie? Die TAZ gibt Auskunft:

Die größte Gruppe, die heute noch über ein regelmäßiges Einkommen verfügt, arbeitet de facto seit drei Jahren nicht mehr. Es sind die rund 70.000 Angestellten der Palästinensischen Autonomiebehörde. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gab seinen Mitarbeitern den dringenden Rat, die Arbeit unter den neuen islamistischen Machthabern niederzulegen. Andernfalls sollten sie ihr Gehalt einbüßen. Wer weiterarbeitete, wurde fortan von der Hamas-Führung entlohnt. Rund 30.000 Palästinenser stehen heute auf der Gehaltsliste der Islamisten. Wer keiner der beiden großen Fraktionen nahesteht, hat derzeit kaum eine reelle Chance auf Arbeit. Die Grenzen zum israelischen Arbeitsmarkt, wo zeitweilig einige zigtausend Palästinenser aus Gaza beschäftigt waren, bleiben auf absehbare Zeit verschlossen.

Und wer doch hindurch schlüpfen will, wird als Kollaborateur hingerichtet, möchte man hinzufügen. Mit Engels ließe sich also sagen, in Gaza herrscht ein Zustand, in dem „die Leute vor lauter Überfluß verhungern“. An die Stelle der vielzitierten ‚Schere zwischen Arm und Reich‘ tritt hier der absolute Gegensatz zwischen Individuum und Kollektiv. Wem es wirklich daran läge, das materielle Elend in Gaza zu beseitigen, dessen Solidarität hätte somit dem zu gelten, was sich der barbarischen Racketökonomie entzieht.

 

Das Elend der Linken

Der Linken ist es nicht an der Aufhebung des Elends gelegen; es gilt ihr nur als Rationalisierungsfolie für das eigene Ressentiment. Da ich jedoch die antizionistisch-antisemitische Fixierung auf Israel in diesem Text beiseitelassen will, soll hier kurz erläutert werden, warum die linke Solidarität nie den letzten Resten von Individualismus in Gaza gelten wird. Diese Erklärung ist einfach: mit diesem prospektiven Objekt der Solidarität ist kein ‚letztes Gefecht‘ zu haben. Es fehlt das Bild des ‘edlen Wilden’ mit Knarre in der Hand, auf den sich die Sehnsüchte der eigenen, elenden und langweiligen Existenz projizieren lassen. Das Verständnis von Emanzipation und Befreiung, das hier am Werke ist, lässt sich folgendem Liedtext entnehmen:

Das Blut strömt rot in den Fluß. Tod,
Weg ist die Bourgeoisie, weltweit, als gab's sie nie.
Jede Villa eine Falle, in der ein Urteil fällt,
Gemäß der Menge des Geraubten in einem final end of hate.

Wie ein Jet jagt das Bajonett in Fett.
Kein Besitz schafft mehr Prestige für die Unternehmer auf dem Schaschlik-Stilett.
Go Guerillero Go. Keiner kommt gegen Untote an. Go Guerillero Go. Go Go Go Guerillero Go Go.

Zombie Ché strikes back.
Und der bläst sie alle weg.
Er kehrt den kapitalistischen Dreck weg
Pumpgun - Chuck - Boom - Blutfleck.

(Rantanplan)

 

Leseempfehlung:

junesixon: Die „Yrr“ und der weltweite Erfolg deutscher Ideologie II/ Vom Pays-Boche zu „the most beloved country worldwide“

Pierre Heumann: Gazas neue Millionäre


Kommentare:

  1. selten so einen quatsch gelesen (bzw. damit angefangen)
    lieber nexuxrerum. ein tipp: konzentrier dich dieses jahr bitte auf deinen hauptschulabschluss. sonst wird's nix mehr.
    rk

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  2. lieber nexusrerum,

    ohne Fehler und begangenens Unrecht in der (historischen) kommunistischen Bewegung kleinreden, oder gar verschweigen zu wollen, aber so wie Sie dieses hier vollständig in Marx selbst, d.h. dessen Kritik der politischen Ökonomie, gleichsam als deren unvermeidbaren Ausfluss darstellen, zeugt auf Seiten Ihres Antikommunismus für mich nicht gerade von viel Nachdenken vor dem - hier - Schreiben. Gleichwohl, würden Sie zweifelllos, hätten Sie die Möglichkeit dann ja wohl auch handeln. - Wie wohl?

    Das Unrecht, das im Namen oder im vorgeblichen Namen des Sozialismus und/oder Kommunismus begangen wurde, hat wohl insgesamt komplexere, historische Ursachen, als die "reine Lehre" des Karl Marx.

    linke grüße fidelche

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  3. Ich suche schon lange nach einer "Rationalisierungsfolie". Könnten Sie mir eine Bezugsadresse nennen, die günstige Bezugsbedingungen - auch in größeren Mengen - liefert?

    Danke im Voraus
    Bernd Staples

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  4. @ Anonym 2:
    Wo steht das denn, dass "Fehler und Begangenes Unrecht ... die im Namen des Sozialismus ... begangen wurden" sich aus der ""reinen Lehre" des Karl Marx" quasi ahistorisch-formallogisch herleiten ließen? Gesagt wird doch vielmehr: "Bis 1933 konnte sich der orthodoxe Marxismus noch darauf berufen, die Geschichte ‚auf seiner Seite‘ zu haben und ihre ‚ehernen Gesetze‘ zu vollstrecken –
    Dass aber der orthodoxe Marxismus als Geschichtsphilosophie eben genau das in immer vehementerer Form behauptete, sowie eine Kritik dessen, lässt sich ja sogar bei solch orthodoxen Marxisten wie Lukacs nachlesen. Es wird ja noch nichtmal eine gewisse Berechtigung dieser Überlegung bestritten, die einerseits philosophisch daraus folgte, dass man eben den Hegel samt seinem Weltgeist auf die Füße stellte, sowie praktisch aus dem wahrgenommenen Zustand der "wirklichen Bewegung", die vom Organisationsgrad des Proletariats in den Industrienationen Anfang des 20 Jahrhunderts nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht hatte (um es mal zuzuspitzen), davon auszugehen, dass die Revolution machbar ist. Gerade dadurch, dass sie ausblieb, ist die im obigen Artikel vorgetragene Kritik ja legitimiert, und so steht es auch dort:
    "Die Frage nach dem Ausbleiben der Revolution zu einem Zeitpunkt, da sie nicht nur wie ehedem vernünftig, sondern im Angesicht des Nationalsozialismus ebenso notwendig wie geboten gewesen wäre, ist Prüfstein einer jeden kritischen Gesellschaftstheorie in praktischer Absicht."
    Entsprechend folgt dann ja sowohl eine Kritik daran, dass
    a) Linke, die im besten Fall, wenn sie nicht längst die Position vertreten, dass jedes Volk eben seinen Staat haben soll, nur die Juden nicht, weil Israel künstlich im nahen Osten instaliert wurde, immer mal wieder darauf hinweisen, dass "die Grenzen nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen Oben und Unten" verlaufen, sich eben die ökonomische Situation in Gaza mal genauer anschaun sollen, und daraus Schlüsse IM SINNE einer Kritik der Politischen Ökonomie ziehen sollen.
    Und dass
    b) Israelsolidarische Liberale mit dem verweis auf volle Regale zwar in sofern die Wahrheit sagen, als dass die Blokade eben nicht Lebensmittel aus Gaza draußen hält, dass keine "Humanitäre Katastrophe" existiert, dass aber eben volle Regale nicht bedeuten, dass allgemeiner Wohlstand herrscht.

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  5. @ Bernd Staples: falls ihnen die Metapher nicht gefällt, fein. Falls sie ihnen nicht geläufig sein sollte, ihr Pech. Manchmal hilft ja auch schon Google oder Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Folie. Wenn sie ersthaft an einer Rationalisierungsfolie interessiert sein sollten (Vorbedingung Ressentiment, s.o.), empfiehlt sich die junge welt, die gibts drei Wochen lang kostenlos: https://www.jungewelt.de/abo/3wochenabo.php

    @ fidelche: Ich kann in dem Text keinerlei Kritik an Marx erkennen - im Gegenteil: Er fällt eher unter die Rubrik: 'Marx gegen seine Liebhaber verteidigt'. Und meine Intention ist auch keineswegs antikommunistisch, sondern antiantikommunistisch (und zwar gemäß der formalen Logik, dass Minus und Minus Plus ergibt): ich kritisiere eine Linke, die jeden Idioten mit einer Knarre in der Hand für einen Widerstandkämpfer hält, nur weil er diese gegen die vermeintlich Richtigen wendet; eine Linke, die unter Befreiung nichts anderes mehr versteht als antiimperialistische Volksbefreiung (von dieser spreche ich im Text garnicht, weil eine Kritik des Antiimperialismus für jeden vernünftigen Menschen, Hauptschulabschluss hin oder her, selfevident ist); zu guter letzt eine Linke, die sich im postmodernen Jargon wälzt und damit die einzige Grundlage von Emanzipation, nämlich das Individuum und sein Interesse, versöhnt in einer vernünftigen Gesellschaft, preisgibt.
    Ansonsten danke ich Cyrano für die Erläuterungen; er hat alles treffend zusammengefasst.

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  6. Da ich per Verlinkung direkt betroffen bin, möchte ich anmerken, dass ich nicht behaupte, es gäbe keine Not in Hamastan. Aber die Qualitätsmedien stellen die humanitäre Krise sowie Not und Elend derart einseitig in den Vordergrund, dass ich den Kontrapunkt dazu setze. Es gibt keine humanitäre Krise oder Katastrophe. Schon gar nicht die, die uns von Leuten wie Paech, Höger et. al. vorgelogen wird.

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Bitte mit Namen kommentieren, da man sich ansonsten immer auf anonym1, anonym2 usw. beziehen muß.